Italienische Nudelsorten – eine Wissenschaft für sich
In Italien gibt es unzählige verschiedene Nudelsorten – so viele, dass es kaum möglich sein wird alle im Folgenden zu nennen. Zunächst werden Nudeln grob in ihre fünf verschiedenen Erscheinungsbilder unterteilt: Kurznudeln, Langnudeln, gefüllte Nudeln, Formennudeln und Suppennudeln. Lange Nudeln werden meist mit “Sugo” zubereitet. Gefüllte Nudeln, wie zum Beispiel Tortellini werden oft mit Brühe serviert. Canneloni hingegen, die zu Formnudeln gehören, werden gerne mit Hackfleisch oder einer Spinat Ricotta Mischung gefüllt.
Italienische Nudeln – nur original mit Ei?
Dass italienische Nudeln nur dann auch original italienisch sind, wenn sie ohne Ei hergestellt werden, ist ein Gerücht, dass sich hartnäckig hält. Tatsächlich ist es so, dass alle Nudeln, die den Titel “pasta secca” tragen ausschließlich aus Hartweizengrieß und Wasser bestehen. Die frische Nudelsorte “pasta fresca” hingegen darf auch Eier enthalten. Das Ei hat lediglich Auswirkungen auf den Geschmack, nicht jedoch auf die Qualität der Nudeln. Wenn auf dem Nudelpaket die Aufschrift “All Uovo” zu finden ist, so heißt dies, dass Eier bei der Herstellung verwendet wurden.
Die Endung verrät viel über die Nudel
Insgesamt soll es über 600 verschiedene Nudelsorten in Italien geben. Oftmals handelt es sich aber um Variationen von Nudelsorten, das heißt größere oder kleinere Versionen einer Sorte. Ein gutes Beispiel hierfür sind Tortellini und Tortelloni. Die Endungen –ine und –ini stehen für eine kleinere Version, während -one und –oni für größere Nudeln stehen. Überhaupt lässt sich an der Endung des Nudelnamens einiges ablesen. So sind Nudeln, die auf –longhe und –longhi enden längere Nudeln, während -corte und -corti am Ende für kürzere Nudeln stehen. Auch eine Änderung des Durchmessers kann direkt eine neue Nudelsorte auf den Plan rufen: Deshalb gibt es die beiden Sorten Spaghetti und Spaghettini.
Hierzulande gibt es deutlich weniger Nudelsorten
Glücklicherweise hat man in deutschen Supermärkten immer eine recht überschaubare Anzahl an Nudelsorten zur Auswahl – so muss man sich nur überlegen was man vor hat zu kochen und es kann relativ unkompliziert entschieden werden welche Nudelsorte am besten dazu passt.